.:: Te Aroha und das Mädchen ::.

Montag, Oktober 02, 2006

erster teil..

Dann melde ich mich also auch mal wieder. Nach fast drei Wochen ohne Internetanschluss zuhause, wo drei Tage angekündigt waren, ist mir endlich wieder komfortables Emailschreiben möglich. Natürlich hört sich das von meiner Seite jetzt so an, als ob ich nicht ohne leben könnte, aber in diesem Fall geht es wirklich um den Komfort und vor allem um die Kosten, die mit dem dann zwangläufigen SMS-Schreiben in enger Verbindung stehen. Kein Drama, so teuer ist es jetzt auch nicht, aber natürlich fällt diese kommunikative Stillstandsperiode gerade auf einen der Kernzeiträume für Geburtstage. Diverse Handynummern stellten sich dann natürlich als nicht mehr aktuell heraus und so konnte ich weder Elly ordentlich gratulieren noch Dominika, weil hier mein Handyakku plus Zeitverschiebung ein schönes Problem darstellten. Didy hat also ein Recht, auf mich sauer zu sein :)

In der letzten Zeit ist sehr viel passiert, positiv sowie negativ, aber sonst wäre es ja langweilig und ich könnte gleich wieder nach Hause fahren ;)

Da mein Kurzzeitgedächtnis nur acht Tage zurückreicht, werde ich also mal am 23. September anfangen, einem Samstag. Einen Tag nach Ellys Geburtstag, nur um das festzuhalten, am ersten Ferientag quasi, machte sich ein Trupp, in ein kleines türkises Auto gequetscht, auf in die Stadt Hamilton: Sue, Casey, Caseys Freundin Andrea, Adrian und ich. Circa fünf Minuten bevor wir unser Ziel erreichten, wurd Andrea übel und sie riss mitten auf einer Hauptverkehrsstraße die Tür auf und übergab sich auf die Straße. Dem Busfahrer, der uns mit seinem Vehikel auf der Nebenspur überholte, wird das einen ziemlichen Schrecken eingejagt haben, da die weit geöffnete Tür um weniger als zwei Finger von ihm verfehlt wurde. Optimistisch und offensichtlich äußerst froh, noch fünf Türen zu haben, tuckerten wir also noch bis zum Ende unserer einstündigen Reise und ich verabschiedete Casey und Freundin mit ein bisschen Trauer, aber auch einer unanständigen Portion Vorfreude, in ihre zwei Wochen Vaterurlaub, und Adrian und ich sind abgezogen. Diverse Stunden, zwei mehr oder weniger freiwillig komische Filme, viele Fotos und ein Nasenpiercing für Shelley später treffen wir dann eher zufällig auf Shelley und Sue. Wir stellen fest, dass mein Handy keine SMS mehr von Shelleys empfängt, und wandern ein bisschen durch das „Nachtleben“ von Hamilton. Wer es bis jetzt noch nicht wusste, der erfährt es jetzt: Kiwis sind unverbesserliche Frühinsbettgeher, genauso schlimm wie sie früh aufstehen. Um 5:30 sind alle Geschäfte bis auf das Warehouse (eine Art neuseeländischem, überdimensionierten Allzweckaldi) und diverse Lebensmittelgroßmärkte geschlossen und ab sieben ist es dunkel. Die Nachtclubs machen hier um drei Uhr zu. Ich kichere in mich hinein in Anbetracht des fehlenden Open-Ends. Wir finden eine Statue eines Charakters aus der Rocky-Horror-Show, Shelley stellt fest, dass sich unter dem Rock des Transvestiten ein „Lump“ (wer ein bestimmten Lied von den Black Eyed Peas damit assoziieren kann, versteht) befindet und wir machen noch mehr Fotos. Dann essen wir bei Burger King, die Cookies im Cookies and Cream Sundae sehen aus wie Katzenstreu, und wir warten auf den sich leicht verspätenden Bus mit meinem temporären Stück Heimat an Bord. Als der dann endlich auf dem Parkplatz vorfährt, packt mich ein mittlerer Freundenkrampf gekoppelt mit jeder Menge Gekreische und Aufregung, und als Florian Keller dann endlich aus dem Bus steigt, schlage ich mehrere Touristen eher unhöflich aus dem Weg und stürze mich auf ihn. Wir beide sehen dann wahrscheinlich doch eher verdutzt aus in Anbetracht meiner plötzlichen Anhänglichkeit („Das war doch sonst nicht so, oder?“), bringen sein Gepäck zum Auto und quetschen uns wieder alle in den Rücksitz, unterhalten uns teilweise auf Deutsch, teilweise Englisch, wenn wir die anderen, höflich wie wir Deutschen nun mal sind, auch ab und zu in unser Gespräch einzubinden, und ich bin glücklich, dass wir es nach Hause schaffen, ohne uns zu streiten. Wir setzen erst Adrian und dann Shelley ab und kommen schließlich bei uns an. Flo kommentiert das Haus mit „Ich dachte, es wär größer.“




Die Worte zum Sonntag folgen.

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

also das beste and er geschichte ist meiner meinung nach die kotzszene...muahhahahahaa..kann sein, dass einige nicht zustimmen, aber du verstehst mich ja bestimmt sarah, so wie du mich kennst!!

viel spaß mit florian
kannst ihn vllt ma grüßen, obwohl ich ihn nicht kenne... *gehirn anstreng und bild hinzudenk*

hdl sarah
özzy

8:06 AM  

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